Stuttgart, 30.11.2009. – Die deutsche Blechtechnik-Branche sieht sich – nicht zuletzt wegen ihrer Nähe zur Automobilindustrie und deren Zulieferern – massiven Umsatzeinbrüchen gegenüber. Gleichzeitig drängen seit geraumer Zeit Teile-Lieferanten aus Fernost auf den Markt, die ähnliche Qualität zu wesentlich günstigeren Preisen liefern können. „Trotz dieser Rahmenbedingungen können auch deutsche Anbieter konkurrenzfähig bleiben“, ist Bernd Hermann, Geschäftsführer der Hermann Blechtechnik GmbH aus Schorndorf, überzeugt. „Nämlich durch Schnelligkeit und Flexibilität.“ Sein Unternehmen produziert Musterteile für namhafte Automobilhersteller wie Antennen und Leiterbahnen oder Rohre zur Abgasrückführung. Aber auch Hersteller aus der Medizintechnik fragen bei dem Blechverarbeiter an, wenn Sie schnell ein Muster brauchen. Die Schnelligkeit gegenüber den Anbietern aus Fernost resultiert bei Hermann aus der Standortnähe zu den Zulieferern und Kunden. Flexibilität erreicht das Unternehmen durch die Verlagerung auf verschiedene Industriebereiche und durch ein kompetentes Netzwerk von Spezialisten. „Bisher passiert hier noch zu wenig, besonders beim Mittelstand“, meint Hermann. „Gerade in der Krise sollte nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen.“ Um diese Zusammenarbeit zu fördern, sind Messen wie die Blechexpo, die vom 1. bis 4. Dezember auf dem Gelände der Stuttgarter Landesmesse stattfindet, eine wichtige Plattform. Denn die Branchenveranstaltung zeigt den sofort nutzbaren Stand der Technik.