Stuttgart/Esslingen, 28. Oktober 2009. – Damit man etwas durchschneiden kann, sollte das Schneidwerkzeug härter sein als das Schnittgut. Darum sind Brotmesser härter als Brot und Holzsägen härter als Holz. Aber kann Wasser härter sein als Stahl oder Granit? Dass dem so ist, zeigt die Gebrüder Hohl GmbH aus Esslingen auf der diesjährigen Blechexpo (1. bis 4. 12. 2009) auf dem Gelände der Stuttgarter Landesmesse. Das mittelständische Unternehmen hat sich auf das Schneiden per Wasserstrahl spezialisiert.
Ein Hochdruckwasserstrahl trennt dabei das zu schneidende Material – Kunststoff, Metall oder etwa Stein. Mit etwa 1.200 Kilometern pro Stunde trifft der Wasserstrahl auf das Schneidgut. Der Druck des Wasserstrahls ist dabei gut 60-mal so hoch wie bei einem handelsüblichen Hochdruckreiniger. Weil das bei einigen Metallen immer noch nicht ausreicht, werden dem Wasser häufig Schneidmittel in Form eines Pulvers beigefügt, die den Wasserstrahl noch härter machen. Dadurch entsteht freilich ein derart hoher Lärmpegel, dass die Kunststoff-, Metall- und Steinteile in ein Wasserbad gelegt werden, bevor sie zurechtgeschnitten werden. Genauer und schneller als mit jeder Säge bearbeiten die Mitarbeiter der Gebrüder Hohl GmbH auf diese Weise Stahl, Aluminium, Kupfer, Messing, Titan, Marmor, Granit und Fliesen sowie neben diversen Kunststoffen auch Graphit, Holz und Gummi. Dadurch entstehen beispielsweise Zahnräder aus Kunststoff wie sie für Uhrwerke verwendet werden oder Werkzeugteile aus Metall.